BERATUNG UND ENTLASTUNG FÜR ANGEHÖRIGE VON MENSCHEN MIT DEMENZ
Wenn ein geliebter Mensch an Demenz erkrankt, verändert sich das Leben – langsam, schleichend oder plötzlich spürbar.
Und oft sind es die Angehörigen, die tragen.
Organisieren. Wiederholen. Erklären. Beruhigen. Aushalten. Funktionieren.
Diese Beratung richtet sich nicht an die Erkrankten.
Sie richtet sich an Sie – als pflegende Angehörige.
An Töchter und Söhne.
An Ehepartnerinnen und Gatten.
An Enkel, Geschwister und Menschen, die begleiten – und dabei selbst an ihre Grenzen kommen.
Wenn alles zu viel wird
Demenz bedeutet oft einen Abschied auf Raten.
Der Mensch ist noch da – und doch verändert sich so vieles.
Viele Angehörige erleben:
• Erschöpfung
• Schuldgefühle
• innere Zerrissenheit
• Scham oder Rückzug
• Spannungen in Familie oder Beruf
• das Gefühl, kaum noch Zeit für sich selbst zu haben
Und oft höre ich Sätze wie:
"Ich halte das schon aus."
"Man tut das halt."
"Ich darf mich nicht beklagen."
Doch:
Auch Sie dürfen müde sein.
Auch Sie dürfen zweifeln.
Auch Sie dürfen sagen:
Es ist gerade zu viel.
Würde bewahren – auch wenn man selbst überlastet ist
In meiner fachspezifischen Fortbildung zum Thema Demenz und Validation wurde mir noch einmal bewusst, wie sehr Angehörige im Schatten der Erkrankung stehen.
Menschen mit Demenz verlieren ihr Gedächtnis in umgekehrter Reihenfolge – zuerst das Neue, später das Alte.
Erinnerungen an früher bleiben lange erhalten, Geschmäcker verändern sich, neue Gerichte oder neue Personen werden häufig abgelehnt. Veränderungen können verunsichern.
All das ist Teil der Erkrankung – kein böser Wille.
Doch wenn Sie selbst bereits über Ihre Grenzen gehen, wird es schwierig, die oft leisen oder schwer erkennbaren Bedürfnisse Ihres Angehörigen wahrzunehmen und ihm in seiner Würde zu begegnen.
Beratung bedeutet hier keine Bewertung.
Sondern Verständnis.
Und Entlastung.
Zwischen Liebe und Überforderung
Pflegende Angehörige bewegen sich häufig zwischen großer Verbundenheit und tiefer Erschöpfung.
Beides darf da sein.
Es ist kein Zeichen von Lieblosigkeit, wenn Sie an Ihre Grenzen kommen. Es ist menschlich.
Selbstfürsorge ist kein Egoismus – sie ist Voraussetzung, um langfristig begleiten zu können.
Ein geschützter Raum nur für Sie
In einem vertraulichen Unterstützungsgespräch darf alles ausgesprochen werden.
Sie dürfen:
• erzählen
• schimpfen
• weinen
• zweifeln
• oder einfach einmal durchatmen
Gemeinsam schauen wir:
• Was trägt Sie noch – und was raubt Kraft?
• Wo ist Stressabbau möglich?
• Welche inneren Ansprüche setzen Sie unter Druck?
• Wie können Sie gut begleiten, ohne sich selbst zu verlieren?
Diese individuelle Beratung und Begleitung dient Ihrer Stabilisierung, Ihrer Resilienz und Ihrer inneren Klarheit.
Verschwiegenheit ist selbstverständlich.
Was meine Beratung für Sie leisten kann
Psychosoziale Beratung kann:
• entlasten und auffangen
• neue Perspektiven eröffnen
• Selbstfürsorge stärken
• Überlastung vorbeugen
• helfen, Verantwortung besser zu verteilen

Was Beratung nicht ersetzen kann
Sie ersetzt keine medizinische Behandlung des Erkrankten.
Sie kann komplexe Situationen nicht "wegzaubern".
Und sie löst nicht alles in einer einzigen Stunde.
Aber sie kann Entlastung schaffen – gerade dann, wenn alles zu viel wird.
Sie müssen das nicht alleine tragen
Gerade in unserer Region werden viele ältere Menschen zuhause betreut.
Das ist wertvoll – und oft enorm fordernd.
Hier dürfen Sie Mensch sein – nicht nur Tochter, Sohn, Ehepartnerin, Gatte oder Pflegende.
Wenn Sie merken, dass alles zu viel wird
Wenn Sie spüren, dass Sie reden möchten – dann melden Sie sich bei mir.
In einem geschützten Unterstützungsgespräch darf alles da sein.
Entlastung beginnt oft schon mit einem ersten Wort.


