DEPRESSION im ALTER


Depression  bzw depressive Verstimmung im Alter ist eines meiner Fachgebiete, da mir gerade die ältere Generation sehr am Herzen liegt!

Ich habe deshalb auch meine Diplomarbeit über dieses Thema geschrieben.


Menschen im höheren Alter sind großartig! Manchmal sind sie sich dessen nur nicht bewußt.

Sie haben ein wenig vergessen, was sie in ihrem langen arbeitsreichen Leben schon geleistet, erlebt und durchgemacht haben.

Der Spätsommer des Lebens bringt manchmal körperliche und seelische Erkrankungen mit. Behandelt werden meist nur die körperlichen Symptome.

Die Menschen höheren Alters fühlen sich manchmal schwach, lustlos, wertlos, einsam.

Oft leben sie auch alleine oder in einem Heim.


Zwar kümmern sich häufig die Kinder oder die Schwestern und Betreuer im Heim sehr sorgsam um das Wohl dieser Menschen, doch fehlt ihnen ein wenig der Bezug zum Leben und sich selbst, und oft höre ich, dass sie sich wertlos fühlen. Und das soll nicht so sein!

Im Heim sind sie dann auch Herr Maier oder Frau Huber, niemand spricht sie mehr mit ihrem Vornahmen oder dem Kosenamen an. Dadurch verlieren sie die Nähe und Beziehung zu anderen Menschen, und das macht dann depressiv.


Ich habe meine Dipomarbeit über eine ältere Dame geschrieben, die sich auf Drängen ihrer Familie und der Ärzte an mich gewandt hat. Sie war in einem seelisch und gesundheitlich erschreckend schlechten Zustand, konnte sich selber kaum mehr versorgen, war unterernährt, Stand kurz vor einer Operation und wollte diese eigentlich nicht überleben.

Die Begleitung und Beratung dieser älteren Dame habe ich unter der Voraussetzung übernommen, dass sie medizinische Hilfe und Unterstützung im Haushalt und auch beim Baden in Anspruch nimmt. Eine Therapie hat sie vollständig abgelehnt.

Danach haben wir jede bzw jede zweite Woche in einer Sitzung (Dauer ein oder zwei Einheiten) daran gearbeitet, dass sie zuerst einmal wieder einen Bezug zum Leben bekommt und sich selber wieder wahr nimmt.

Als wir das erreicht hatten, konnte sie sich schon wieder alleine in der Wohnung bewegen und einfache Speisen selber zubereiten, da sich ihre körperliche Verfassung durch regelmäßige und gesunde Nahrungsaufnahme mit medikamentöser Unterstützung wieder merklich verbessert hatte.

Ich habe diese Dame vor allem phänomenologisch mit Ressourcenarbeit und noch einigen anderen Techniken aus der Existenzanalyse (Achtsamkeit und Findung bzw Steigerung des Selbstwerts, ...) aus ihrem Zustand der Lustlosigkeit (bis hin zu "keine Lust mehr zu essen und zu leben, wozu denn auch?") innerhalb von 14 Monaten dazu begleiten dürfen, wieder Freude am Essen, an gelegentlichen Besuchen des Bruders, ihrer Kinder, und zuletzt auch noch an Kurzurlauben zu haben.

Die Dame hatte vorher fast 15 Jahre ihre Wohnung nicht mehr verlassen.


Ich möchte Ihnen Mut machen!

Das Leben ist nicht vorbei, wenn man schon einige Zeit in Pension ist!

Und Sie sind es wert, noch ganz viel Freude und Lust in Ihrem Leben zu erleben!

Natürlich geht das Wieder-ins-Leben-Kommen und Wieder-Lust-und-Freude-Empfinden nicht von einem Tag auf den anderen. Die sind ja auch nicht über Nacht verschwunden, sondern es ist ein langer Prozess, bis man keine Veranlassung mehr darin sieht, Lust oder Freude oder Nähe zu empfinden. Das kommt schleichend.

Es wird jedoch gar nicht möglich sein, wenn Sie nicht jetzt den ersten Schritt in den Spätsommer für sich selber setzen!

Der Titel meiner Diplomarbeit war übrigens "Depression im Alter - Schokopudding schmeckt auch in der Wintersonne".

Haben Sie Mut und füllen Sie Ihr Leben wieder mit Lust und Freude!
Haben Sie Mut und füllen Sie Ihr Leben wieder mit Lust und Freude!


Ich freue mich auf Sie und darauf, Sie ein Stück auf Ihrem Weg in die Freude begleiten zu dürfen!

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